Het Beest ontwaakt

5. Das Biest erwacht

Bisher wurde diese Geschichte aus der individuellen Denkweise jedes Einzelnen geschrieben, sich mit den Gedanken anderer Menschen verbindend, um Strukturen zu bilden und sich weiterzuentwickeln. Man spürt schnell, dass es so etwas wie #Organismität gibt. Das ist jedoch von innen nicht erkennbar, genauso wenig wie man die Pyramide, in der man aufgewachsen ist, objektiv beschreiben kann. Deshalb wählen wir in diesem Kapitel eine andere, ergänzende Perspektive.

Anfänglich wanderten die Menschen nur wie Sporen auf der Erdoberfläche, der sie umgebenden Biosphäre ausgeliefert und in Harmonie mit ihr. Aber der Mensch konnte etwas Besonderes, was andere Organismen weniger zeigen: sich zu entwickeln und sich an veränderte Umstände anzupassen. Einerseits begann man in Gruppen zusammenzuarbeiten, was zu individuellen Spezialisierungen führte. Andererseits wuchs die Kraft der überlieferten Geschichten, die kristallisierten Gedanken über die umgebende Welt, und gab jeder nachfolgenden Generation eine bessere Grundlage, auf der sie aufbauen konnte. Während der Weg in die Zukunft anfangs schwierig und beschwerlich war, beschleunigt sich der Fortschritt durch den Austausch vergangener Erfahrungen und die Wertschätzung der bereits zurückgelegten Reise. Das hängt natürlich davon ab, wer diese Geschichte schreibt und wie flexibel wir mit Verbesserungen umgehen. Durch Versuch und Irrtum entwurzelt der Mensch Gaias Biosphäre.

Seit prähistorischen Zeiten gibt es ein kollektives Unterbewusstsein. Es gab immer die Erkenntnis, dass es in Form höherer Mächte mehr gibt als wir wahrnehmen, eine leitende Kraft, die wir wahrnehmen, aber nicht verstehen oder ergründen können. Erklärung und Akzeptanz wurden in Legenden, Sagen, Religionen, transzendenten Erfahrungen und schließlich in Wissenschaft und Technologie gesucht.

Darüber hinaus bereitet sich der Mensch seit der Antike darauf vor, den nahenden Untergang der Welt zu überleben. Ob Endzeit, Jüngster Tag, Apokalypse, Ragnarok oder Harmagedon, wir sind davon überzeugt, dass die irdische Existenz endlich ist. Heute schätzen wir das Alter des Sonnensystems, berechnen die Wahrscheinlichkeit von Meteoriteneinschlägen und prognostizieren die zukünftige Verfügbarkeit von Rohstoffen und Nahrungsmitteln. Die Raumfahrt könnte uns unabhängiger von der Erde machen. Bewusst oder unbewusst nehmen wir Einfluss auf die Umwelt, studieren ihre Veränderungen und Folgen und sind besorgt über die immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Megastürme und anhaltende Hitzewellen mit daraus resultierenden großen Waldbränden. In dieser Zeit des exponentiellen Wachstums besteht die Menschheit aus verklumpten, dicht besiedelten Haufen, die die Erde erschöpfen und Gaia langsam in einem sich ausdehnenden Spinnennetz ersticken. Im Vergleich dazu ist die menschliche Existenz auf der Zeitskala von Gaia derzeit ein Nadelstich von 0,005%. Darin macht die Wissenschaft nur die letzten 0,3 % aus, und im allerletzten Moment davon ist die Menschheit zu einem metastatischen Krebstumor auf der Erde geworden. Wir könnten leicht unser eigener Untergang werden.

Versteckt hinter dem Alltag geht es den Menschen daher vor allem darum, letztlich überleben zu können. Unterstützt durch wissenschaftliche Entdeckungen, technische Entwicklungen und ein weitverzweigtes Informationsnetzwerk als globales Nervensystem wandelt sich das alte Unterbewusstsein langsam in ein bewussteres Leben und Wachstum. Die daraus resultierende menschliche Arroganz führt leider allzu oft zu Machtmissbrauch, Ressourcenverschwendung und Erschöpfung der Gaia-Biosphäre. Glücklicherweise werden Begründungen dafür zunehmend als #GehirnTricks anerkannt. Es ist jedoch noch ein weiter Weg zu gehen von Transparenz, ethischem Wachstum, Akzeptanz von Diversität und dem freien Teilen von Wissen und Informationen. Das ist der Weg zum #Organismität, zu dem, was über uns hinausgeht, die entwickelte Menschheit, die vielleicht in der Zukunft überleben kann.

Die Realität als Gedanke im Individuum entwickelt sich zu einem kollektiven Gedanken, der zur Realität wird, zu einem Wissensorganismus, der uns beherrscht. Mit einer #UngesundheitsÖkonomie, die Abhängigkeit fördert, damit spontane Diversität verschwindet. Als neueste Entwicklung wird das individuelle Immunsystem nun durch die Gabe spezifischer, exogener Stimulanzien träge gemacht. Die Corona-Pandemie erzwingt eine Erneuerung der Standards und Neukalibrierung der Gesellschaft und Umgangsformen. Dieser Trend wird sich fortsetzen und der Einzelne wird allmählich gezwungen, sich in die Masse einzufügen. Die weiterentwickelte Menschheit wird zum neuen Biest, das Ergebnis der Weiterentwicklung des #Organismitäts. Medien und Informationen sind natürlich entsprechend ausgerichtet. Neue Geschichten, die auftauchen, Mischungen aus Halbwahrheiten und Halblügen in einem nicht übereinstimmenden Kontext, sind nur dazu gedacht, das Erwachen des Biests zu beschleunigen. Insofern wiederholt sich die Geschichte genauso wie in der Vergangenheit große Reiche und Religionen entstanden sind. Das Wachstum vom kollektiven Unterbewusstsein zum aktiv geteilten Bewusstsein ist der Aufstieg des #Organismitäts auf globaler Ebene. Der Überlebensdrang geht offenbar mit einem Verlust an Individualität und Identität einher. In dieser Zukunft sind wir alle Teil jener höheren Macht, die wir in der Antike intuitiv gespürt haben und von der wir sagten, dass in jedem Menschen ein Funke steckt.

Dann wird das Biest erweckt.

Auch interessant...